Diagnose-Scan Nutzungsbedingungen (B2B)
Version: 2026-06-29-v2
Stand: 29. Juni 2026
Diese Nutzungsbedingungen gelten für die Nutzung von Diagnose-Scan durch Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, insbesondere Heilmittelerbringer wie Praxen, selbstständige Therapeutinnen/Therapeuten und entsprechende Einrichtungen.
Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist ausgeschlossen.
1. Leistungsgegenstand und Leistungsgrenzen
Diagnose-Scan ist ein softwaregestützter Vorab-Check für Heilmittelverordnungen. Die App erkennt Verordnungen, liest relevante Angaben aus und gleicht diese mit hinterlegten Regeln und Katalogen ab.
Die Verordnungsprüfung der iOS-App läuft lokal auf dem Gerät des Nutzers. Texterkennung und Katalogabgleich erfolgen auf dem iPhone; Rezeptbilder und Verordnungsinhalte werden dabei nicht an den Anbieter übertragen.
Diagnose-Scan ist eine unterstützende Entscheidungshilfe. Der Dienst ersetzt keine fachliche, medizinische, rechtliche, abrechnungsrechtliche oder sonstige Endprüfung durch den Nutzer.
Es wird keine Garantie für einen bestimmten Prüfungs-, Abrechnungs- oder wirtschaftlichen Erfolg, für Vollständigkeit, Fehlerfreiheit oder jederzeitige Verfügbarkeit übernommen.
2. Zulässige Nutzung und Mitwirkungspflichten
- Der Kunde darf Diagnose-Scan nur im Rahmen seiner beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit nutzen.
- Der Kunde ist für die rechtliche Zulässigkeit der auf seinem Gerät verarbeiteten Inhalte und für eine ausreichende Berechtigung zur Verarbeitung personenbezogener Daten selbst verantwortlich.
- Der Kunde stellt sicher, dass er zur Verarbeitung der Rezeptdaten auf seinem Gerät berechtigt ist, und schützt sein Gerät angemessen.
- Der Kunde prüft sämtliche Ergebnisse, Hinweise und Warnungen eigenverantwortlich vor ihrer weiteren Verwendung.
3. Verfügbarkeit, Änderungen, Sperrung
Diagnose-Scan wird im Rahmen der technischen und betrieblichen Möglichkeiten bereitgestellt. Wartungen, Sicherheitsmaßnahmen, providerseitige Störungen oder Weiterentwicklungen können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.
Wir dürfen Leistungen anpassen, soweit dies aus technischen, rechtlichen, sicherheitsbezogenen oder providerseitigen Gründen erforderlich und für den Kunden zumutbar ist.
Bei schwerwiegenden Verstößen gegen diese Nutzungsbedingungen oder bei Missbrauch dürfen wir Zugänge vorläufig sperren, soweit dies erforderlich ist.
4. Preise, Laufzeit und Kündigung
Es gelten die im Produkt angezeigten Pläne und Preise. Alle Preise verstehen sich, soweit nicht anders ausgewiesen, zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.
Kostenpflichtige Leistungen laufen entsprechend den jeweils angezeigten Abrechnungszeiträumen und können nach den im Kundenkonto bereitgestellten Billing-Funktionen verwaltet oder beendet werden.
5. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach der Datenschutzerklärung. Die Verordnungsprüfung läuft lokal auf dem Gerät; Rezeptbilder und Verordnungsinhalte werden dabei nicht an uns übertragen.
Soweit wir im Einzelfall personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeiten, gilt ergänzend die jeweils aktuelle Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV); diese ist im Produktkonto abrufbar.
6. Haftung
Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften.
Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten; in diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Soweit gesetzlich zulässig, ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit für alle Schadensfälle eines Vertragsjahres insgesamt auf den Betrag begrenzt, den der Kunde in den letzten 12 Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis für Diagnose-Scan bezahlt hat; bei unentgeltlicher Nutzung auf 100 EUR.
Eine Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden oder Folgeschäden besteht bei leichter Fahrlässigkeit nur, soweit dies gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist.
7. Freistellung
Der Kunde stellt uns von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung des Dienstes, auf fehlender Berechtigung zur Datenverarbeitung oder auf sonstigen vom Kunden zu vertretenden Rechtsverstößen beruhen. Dies gilt nicht, soweit wir den Verstoß allein zu vertreten haben.
8. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht. Sofern gesetzlich zulässig, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
Nebenabreden bestehen nicht. Individuelle Vereinbarungen mit dem Kunden gehen diesen Nutzungsbedingungen vor.